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„Als ich 1995 nach Henndorf gekommen bin, gab es hier kaum Niederwild“, erinnert sich Horst, „dann haben wir mit der Krähenjagd begonnen. Anfangs waren wir laienhaft ausgerüstet und nicht sehr erfolgreich. Der große Aufschwung des Krähenjagens sollte erst ein paar Jahre später aus Amerika herüberschwappen.“ 

Dieser Bewegung steht er teils kritisch gegenüber: „Dadurch wurden viele Krähen sehr schlau gemacht. Viele Amateure mit dem nötigen Kleingeld haben begonnen sie zu bejagen, aber wenn fünf Krähen anstreichen und man schießt nur eine herunter, dann merken sich die anderen vier das.“

Trotzdem hatte der Trend auch etwas Gutes, denn so kam man auch hier an Ausrüstung, die die Krähenjagd erleichtert, wie etwa die Ganzkörpercamouflage, Tarnnetze und Camouflageflinten: „Man glaubt gar nicht, was das ausmacht“, weiß Horst aus Erfahrung. Denn um erfolgreich Krähen zu jagen, benötigt es einiges an Equipment, aber auch an geistiger Vorbereitung: „Wenn ich eine Wildart erfolgreich bejagen will, muss ich mich mit ihr auseinandersetzen. Ich muss mir die Fragen stellen: Was hat sie für Bedürfnisse? Wie lebt sie? Und Krähen“, so Horst, „gehören zu den intelligentesten Tieren überhaupt. Sie lernen aus Erfahrung und geben diese auch an ihre Artgenossen weiter!“


Heute wird hauptsächlich mit dem freundlichen Lockbild gearbeitet, im Gegensatz zur Hüttenjagd früherer Jahrhunderte, bei der man sich des größten Feindes der Krähen in freier Wildbahn bediente – des Uhus. Dieser wurde gut sichtbar auf freiem Feld aufgepflockt und dem Hassen der Krähen ausgesetzt, während man aus einer gut versteckten, im Boden versenkten Hütte heraus auf sie schoss. (Mehr über die Geschichte der Hüttenjagd findest du hier) Beim freundlichen Lockbild hingegen wird den Krähen ein besonders guter und sicherer Futterplatz vorgegaukelt. Dies bewerkstelligt man, indem man beflockte Krähenattrappen im Dunklen auf einer Wiese oder einem Feld aufstellt. Vertrauen schaffen auch Wächterkrähen, die man mittels Teleskopstangen auf umliegende Bäume setzt – diese fehlen bei keinem natürlichen Krähenschwarm. 

Beim Aufbau des Lockbildes ist es wichtig, jedes Mal eine andere Formation zu verwenden, denn, „Krähen haben ein fotografisches Gedächtnis. Sie merken sich Muster“, weiß Horst zu berichten. Um auch genügend Krähen am Jagdtag anzulocken, empfiehlt der Berufsjäger, sie bereits einige Tage zuvor anzuludern – etwa mittels eines überfahrenen Hasens. Dabei ist wichtig, dass dieser auf einem kleinen Kleidungsstück ausgebreitet wird, das nach Mensch riecht. Denn sonst, „frisst es einem der Fuchs weg.“ Wenn sich die Krähen aber schon ein paar Tage vorher an dieser Stelle an einem Kadaver laben können und sich an das bereits vorher aufgebaute Tarnnetz gewöhnt haben, streichen sie am Tag der Jagd viel vertrauter heran und lassen sich so leichter aufs Korn nehmen. Die Prämisse, immer vor einer Hecke aufzubauen, verbannt Horst indessen ins Reich der Mythen: „Am besten baut man auf dem freien Feld auf. Je weiter man von Bäumen entfernt ist, desto niedriger streichen die Krähen an.“

Entscheidend kann auch das Wetter sein. Wind kann die Lockkrähen umwehen und so das Lockbild zerstören, aber auch Regen oder Frost können den Attrappen zusetzen. Sie bekommen dadurch einen verdächtigen Schimmer, der jede echte Krähe sofort stutzig macht. Trockene und windstille Tage eignen sich daher am besten. Generell ist die Krähenjagd in den Monaten Juli, August und September am ergiebigsten, da Scharen von Jungvögeln durch die Lande ziehen, die „noch nicht schlau gemacht wurden“ und so leichte Beute sind.

Die Jäger selbst – mehr als drei empfiehlt Horst aufgrund der beengten Platzverhältnisse unter dem Tarnnetz nicht – sind in Ganzkörpercamouflage gewandet. Das meint: „Hose, Jacke, Gesichtsschutz, Handschuhe und auch die Waffe sollte zumindest mit einem Camouflageband umwickelt sein“, rät der routinierte Krähenjäger. Auch sollte man immer genügend Platz für den Hund einplanen, denn „ohne einen fermen Jagdhund, kann man nicht Krähenjagen.“


Wenn es endlich so weit ist und die Krähen ins Lockbild einfallen, dann „steht und fällt der Erfolg mit der Schussleistung“, weiß Horst. „Ich schieße mit dem A5 von Browning. Wichtig ist dabei, dass die Munition eine gute Deckung hat. Deswegen sollte man immer Probeschießen, um herauszufinden, welche Munition am besten zur eigenen Flinte passt. Das geht, indem man aus immer derselben Entfernung auf weiße Plakate schießt und die Ergebnisse vergleicht. Ich verwende Schrot mit 36 Gramm und 2,7 Millimeter, da habe ich genügend Energie und gleichzeitig eine gute Deckung.“

Und einen weiteren Trick für eine erfolgreiche Krähenjagd verrät Horst auch noch gleich: „Ich schieße immer auf die hinterste Krähe, auf die, die am weitesten entfernt ist. Warum? Wenn ich auf die vorderste schieße, ist die hinterste so weit weg, dass ich sie nicht mehr erreichen kann. Warte ich aber, bis alle Krähen in Schussdistanz sind, dann ist die vorderste so nahe, dass sie mir nicht mehr entwischen kann, auch wenn ich die hinterste schon geschossen habe.“


Nach dem erfolgreichen Schuss wird sofort der Hund hinausgelassen, der geschickt durchs Lockbild laufen und die Krähen – nicht das Luder – apportieren soll. Diese Geschicklichkeit zu erlernen braucht Zeit. „Bis mein Hund so gut war, wie er jetzt ist, hat das sicher eineinhalb, eher zwei Jahre gedauert“, erinnert sich Horst, der gerade einen weiteren Hund zur Krähenjagd abrichtet. Außerdem spielt der Jagdhund auch eine wichtige Rolle, wenn einmal nicht alles so klappt wie geplant: „Wir wollen immer einen sofort tödlichen Treffer abgeben. Wenn aber doch einmal eine Krähe geflügelt wird, dann sorgt der Hund dafür, dass sie nicht lange leiden muss.“ Am Ende des Jagdtages wird die Strecke gelegt. Nicht nur um die Anzahl der erlegten Krähen der Behörde zu melden, sondern auch aus jagdethischen Gründen: „Die Tradition des Streckenlegens ist wichtig. Durch sie halten wir kurz inne, erinnern uns an den Tag und zollen den Tieren Achtung.“

Das Ergebnis seiner konsequenten Krähenbejagung liest Horst an seinen Niederwildbeständen ab. Diese haben sich über die Jahre stark erholt und auch wenn dies aus einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren resultiert, so ist er sich sicher, dass die Krähenjagd das Ihre dazu beigetragen hat. „Durch die Verminderung des Beutegreiferdrucks – nicht nur durch Abschuss, sondern auch durch Vergrämung, denn jeder Schuss beunruhigt auch die Krähen in der Umgebung – haben wir heute einen hervorragenden Niederwildbestand. Und auch vielen geschützten Arten tut das gut. So haben wir etwa die höchste Kreuzotterndichte in der Region. Und erst neulich haben wir bei einer Beobachtung des Vogelzugs 76 verschiedene Vogelarten gezählt. Jüngst habe ich sogar einen Weißrückenspecht in meinem Revier gesehen. Davon gab es 2020 in ganz Europa nur fünf nachweisliche Bruten!“ 


Seine langjährige Erfahrung in der Krähenjagd gibt Horst auch gerne weiter. So nimmt er Jungjäger aus der Region zum Krähenjagen mit und hält regelmäßig Kurse zum Thema in der Sodia-Jagdakademie in Salzburg. Zum Abschluss des Gesprächs möchte er noch allen künftigen Krähenjägern etwas mit auf den Weg geben: „Ich bin gegen den Ausdruck der ‚Krähenbekämpfung‘. Bejagung ist etwas anderes als Bekämpfung. Wir Jäger haben Achtung vor dem Wild, das wir erlegen. Das sind wir auch den Krähen schuldig.“


Text & Illustrationen: 

Eva Weiler

Fotos: 

Doris Wild

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