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Liebe Freunde vom Jagern,

Wir leben in einer seltsamen Zeit. Sie ist unsicher. Sie macht es uns oft schwer, aber sie zeigt uns auch: wir können nicht so weitermachen wie bisher. Wir als Firma Sodia möchten weiterführen, was wir seit 150 Jahren tun: verantwortungsvoll vorwärts denken.

Wir möchten Sie einladen unseren Weg mitzugehen und freuen uns auf Ideen, Feedback und Ihre Unterstützung – weil Jagern in Gesellschaft am schönsten ist!

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JAGERN - NR. 1

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Viermal jährlich, passend zu jeder Jahreszeit, wird ein gedrucktes Heft erscheinen.  

Gedruckt auf hochwertigem Papier bieten wir Euch das Lebensgefühl Jagd zum mitnehmen. 

Wir freuen uns auf Eure Bestellungen! :)

Die Krähenjagd


Kaum ein Sommer vergeht, ohne dass die Debatte um die Bejagung von Krähen hochkocht. Obwohl die Krähenjagd heute strengen jagdrechtlichen Regeln unterliegt, ist sie nach wie vor umstritten.

Deswegen hat sich die Jagern-Redaktion verschiedene Positionen zum Thema angehört. Oberjäger OFw Horst Meingassner und die BirdLife-Landesstellenleiterin für Salzburg, Hemma Gressel, standen als Gesprächspartner zur Verfügung. 

Seit vielen Jahrhunderten werden Krähen bejagt. Die historischen Praktiken waren jedoch teilweise alles andere als waidgerecht: So wurde vielerorts bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts den Krähen und besonders den Kolkraben der Kampf dermaßen angesagt, dass sie an den Rand der Ausrottung gebracht wurden. Unter dem Deckmäntelchen der Niederwildhege wurde dabei zu großen Vergiftungsaktionen aufgerufen, die weder ein waidgerechtes Management der Krähenpopulation noch einen Schutz des Niederwildes darstellten. Ganz im Gegenteil, verendete doch eine Vielzahl von Hasen, Eichhörnchen und Vögeln an dem phosphorhaltigen „Krähentod“. Heute fallen Rabenvögel unter die Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 2009/147/EG), dürfen aber gemäß Anhang II Teil B teilweise bejagt werden. Wobei die jeweilige Spezies, die

Art und Weise der Bejagung sowie die Entnahmezahlen von Land zu Land unterschiedlich sind. Demnach können Eichelhäher (Garrulus glandarius), Elstern (Pica Pica), Dohlen (Corvus monedula), Saatkrähen (Corvus frugilegus) und Aaskrähen (Corvus corone) gemäß nationaler bzw. bundesländerspezifischer Bestimmungen bejagt werden. Dass das heute notwendig ist, liegt vor allem an den Schäden, die Rabenvögel in der Landwirtschaft und in den Niederwildbeständen anrichten. Denn für Krähen als opportunistische Kulturfolger und wahrlich nicht heikle Allesfresser sind Junghasen und Gelege von Bodenbrütern eine ausgesprochene Delikatesse. Frisch gesäte Felder, Folientunnel und Silageballen sind ebenfalls beliebte Orte, an denen sie nach Nahrung suchen. Sehr zum Schaden der jeweiligen Landwirte.

Die Krähenjagd ist unabdingbar mit einem gesunden Niederwildrevier verbunden. Ihr Einfluss auf Bodenbrüter und Niederwild ist enorm. 

Die Bejagung ist demnach ein aktiver Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität. 

 Wer es schafft, die klugen Räuber zu überlisten, kommt außerdem in den Genuss einer spannenden Flintenjagd. 

 Wir wünschen ein kräftiges Waidmannsheil für die Krähenjagd und sind gerne bei Fragen oder Anregungen da! 

 >>> alle Dos & Don´t auf einen Blick

Unsere Tipps 

  • Die passende Ausrüstung verwenden
  • Weit vor Tagesanbruch aufbauen
  • Abgestimmte Flinte und Munition
  • Krähen ein paar Tage vor der Jagd anludern
  • Keine "Zeugen" hinterlassen

Weitere spannende Beiträge zur Krähenjagd

Biologie der Krähen

Unter „Krähe“ versteht man landläufig die kleineren Vertreter der Spezies Corvus – einer Art der Familie der Rabenvögel (Corvidae). In Europa heimisch sind die Dohle sowie die Saat- und Aaskrähe. Letztere hat zwei unterschiedliche Morphen, die sich nur anhand einer anderen Färbung unterscheiden: die grau-schwarze Nebelkrähe und die schwarze Rabenkrähe.

Krähen sind mittelgroße omnivore Singvögel mit kräftigem Schnabel, robustem Körperbau und grau bis schwarz gefärbtem Gefieder. Obwohl die Weibchen tendenziell etwas kleiner sind, zeigen Krähen keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Der gesamte Körper ist mit Ausnahme von Schnabel und der Beine abwärts des Laufknochens befiedert. Typisch sind auch die Nasalfedern, die den Oberschnabel bedecken. Nur beim Alterskleid der Saatkrähe fehlen diese.

Die Hälften des Kleinhirns von Rabenvögeln sind in Relation die größten unter allen lebenden Vögeln, weswegen sie zu den intelligentesten Vögeln gehören. So können Raben und Krähen etwa komplexe Handlungen planen, sind höchst lernfähig und geben ihr Wissen an die nächste Generation weiter. Zudem haben sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten, wobei der Grad ihrer Vergesellschaftung unterschiedlich ist.

Alle Beiträge der Sommer Ausgabe

IMPRESSUM

IDEE & KONZEPT: Nadine Sodia

REDAKTIONSLEITUNG: Eva Weiler

AUTOREN: Josef Melcher | Nadine Sodia | Reinhold Sodia | Sabine Steindl | Eva Weiler

FOTOREDAKTION: Doris Wild | wildbild.at

ART-DIREKTION: Alexandra Brindlinger | ab-jetzt.at

GRAFIK: Alexandra Brindlinger | Raffaela Pretting

LEKTORAT & ILLUSTRATION: Eva Weiler | die-lektrix.at

OFFICE-MANAGEMENT & ANZEIGENSERVICE: Sabine Holzer

DRUCK & HERSTELLUNG: Offset 5020 Druckerei & Verlag

DIGITALISIERUNG: Lukas Truppe

MEDIENINHABER: Nadine und Reinhold Sodia

HERAUSGEBER: SODIA Jagdwaffen- und Bekleidungs GmbH

REDAKTIONSANSCHRIFT: Vogelweiderstraße 55, 5020 Salzburg,

T: 0662 872123, E: redaktion@sodia.cc


Zur besseren Lesbarkeit wird das generische Maskulinum verwendet, wobei gleichermaßen männliche, weibliche und diverse Personen gemeint sind.