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Während wir Menschen in der Sommerhitze alle Hüllen fallen lassen und mit Eis und kühlen Getränken unsere Freizeit am Badesee verbringen, machen den Wildtieren diese Hitzeperioden schwer zu schaffen. Um diese Zeit unbeschadet zu überstehen, haben sie raffinierte Strategien entwickelt. Fell und Federn sind nämlich keine optimalen Hitzeableiter.

Risiko Sommerhitze für den Hund

Wie jedes Jahr freuen wir Menschen uns über die steigenden Temperaturen – die Sommerhitze birgt aber auch Gefahren für unsere Hunde.

Hunde sind wie wir Menschen gleichwarm (homoiotherm) – d. h. die Körpertemperatur wird unabhängig von der Umgebungstemperatur aufrechterhalten. Gehirn und Organe sollen eine konstante Körpertemperatur von 38,0 bis 39,0 °C haben. Die ideale Umgebungstemperatur für Hunde schwankt je nach Rasse zwischen +/- 15 und 25 °C. Da Hunde recht hitzeempfindlich sind, fahren sie bei warmen Temperaturen instinktiv ihre Aktivitäten herunter und suchen sich einen Platz im Schatten oder auf kühlen Untergründen und ruhen. Manche Hunde nehmen bei sommerlicher Hitze auch gerne ein Bad oder lassen sich mit dem Schlauch oder der Gießkanne abkühlen. Auf Trainingseinheiten sollte bei heißen Temperaturen verzichtet werden.

Wird es zu warm, können sie ihre Körpertemperatur über das Hecheln effektiv ausgleichen. Im Gegensatz zum Menschen besitzen sie nur wenige Schweißdrüsen am Körper und den Pfoten, diese dienen aber nicht der Temperaturregulation.

Die Wärmeabgabe erfolgt beim Hecheln mit geöffnetem Maul und heraushängender Zunge. Dabei wird durch die Nase eingeatmet und mit einer Frequenz von 130 bis 400 Atemzügen pro Minute übers Maul ausgeatmet. Die Verdunstung erfolgt in erster Linie aus der Nasenschleimhaut, die Flüssigkeit dazu stammt aus den Nasen- und Speicheldrüsen. Wichtig ist, dass ihnen genügend Wasser zur Verfügung steht.

Ab einer Temperatur von 28 bis 30 °C reicht dieser Mechanismus zur Kühlung aber nicht mehr aus die die Gefahr eines Hitzschlags droht.

Hitzefalle Auto

Neben der Überhitzung durch körperliche Aktivität – wie Fahrradfahren, langes Laufen oder Arbeiten, insbesondere Nasenarbeit – ist im Sommer besonders das Auto eine große Gefahr. Studien zeigen, dass bereits bei 20 °C Außentemperatur unter Sonneneinstrahlung die Innentemperaturen nach 5 Minuten um 4 °C und nach 10 Minuten um 7 °C ansteigen und nach 60 bis 90 Minuten sogar 60 °C und mehr erreichen können! Hier besteht absolute Lebensgefahr!

Achtung, heißer Asphalt!

Nicht nur die steigenden Umgebungstemperaturen, sondern auch die Beschaffenheit des Bodens setzt unseren Hunden im Sommer zu. Unter Sonneneinstrahlung kann sich der Asphalt (aber auch Sand!) in der Mittagshitze auf 50 bis 60 °C erwärmen. Ab 41 °C Bodentemperatur kann es zu Verbrennungen 1. Grades an den Pfoten kommen. Besonders bei Hitzeperioden sollten die Spaziergänge auf die Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Bei Verbrennungen der Pfoten helfen Kühlung und Salbenverbände.

„7-Sekunden-Test“: Lege den Handrücken auf den Boden – hältst du es keine 7 Sekunden aus, dann ist es zu heiß!

Anzeichen eines Hitzschlags und Erste Hilfe

Erreicht die Körpertemperatur 41 °C und mehr droht ein Hitzschlag. Die typischen Symptome sind anfangs: Hecheln, erhöhte Atemfrequenz, erhöhte Herzfrequenz, eventuell starker Speichelfluss, rote oder blaue Schleimhäute, Unruhe. Hat das Tier keine Möglichkeit, sich abzukühlen, kann es zu Erbrechen, Durchfall, taumelnden Bewegungen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Koma kommen. Steigt die Körpertemperatur auf über 43 °C droht der Tod.

Erste Hilfe

·         Bring das Tier an einen kühlen Ort!

·         Biete lauwarmes Wasser an.

·         Fang an, den Hund an den Extremitäten abzukühlen. Dies kann mit Wasser aus Flaschen, dem Gartenschlauch oder dem Eimer erfolgen. Das Wasser darf nicht eiskalt sein, das führt zur Gefäßverengung und verzögert die Wärmeabgabe.

·         Mach das Fell nass, decke den Hund aber nicht ab!

·         Ein aufgestellter Ventilator leitet warme Luft schnell ab.

·         Sollte der Hund bewusstlos sein, lege ihn auf die Seite und überstrecke den Kopf. Das Vorziehen der Zunge erleichtert dem Hund die Atmung.

·         Der Hund sollte auf jeden Fall sofort zu einem Tierarzt gebracht werden. Damit das Tier schnellstmöglich notärztlich versorgt werden kann, wäre es gut, den Tierarzt vorher über den Zustand des Hundes zu informieren.


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