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Seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts hat die jagdliche Motivik in der Kunst eine wesentliche Veränderung erfahren. Konkrete Jagdpraxis wird seither kaum noch abgebildet, der weidmännische Bezug ist meist nur mehr indirekt vorhanden und der Hauptfokus liegt auf der Abbildung von Wildtieren an sich. In diesem Kontext widmen sich auch weltbekannte und hochdotierte Künstler wie etwa Gerhard Richter mitunter noch dem Genre. So erzielte etwa ein Ölgemälde Richters namens „Rehgehörn“ von 1965 bei einer Auktion immerhin einen Erlös von 25.000 britischen Pfund.

Mit dem 1995 in Salzburg geborenen Alexander Josef Plank findet sich in unseren Breiten ein Künstler, der seine Leidenschaft für das Zeichnen von (Wild-)Tieren zum Hauptberuf gemacht hat. Einige Werke Planks bzw. Raggingers (wie sein Künstlername lautet), welcher auch Schützenscheiben fertigt, dienten als Vorlage für die Etiketten der beliebten Jägerbier-Sonderedition der Stieglbrauerei. Was den Künstler zu seiner besonderen Arbeit geführt hat und wie sich diese gestaltet, erfahren Sie hier im Interview:

Dein Künstlername „Ragginger“ unterscheidet sich ja von deinem offiziellen Nachnamen. Wie kam es dazu?

Meine Eltern waren nicht verheiratet, weshalb ich nicht den Nachnamen meines Vaters Josef Ragginger bekam. Papa nahm mich schon als kleiner Bub oft mit in sein damaliges Revier in einer Gemeindejagd, wo ich ihm bei einigen Arbeiten wie etwa dem Steigputzen half. Auf diese Weise bekam ich früh Kontakt zur Jagd und Tierwelt, was mein Interesse erweckte. Deshalb und weil der Name durch die Tätigkeiten meines Vaters schon in der Branche bekannt war, habe ich mich für „Ragginger“ entscheiden.

Was hat dazu geführt, dass du den beruflichen Weg eines selbstständigen Zeichners eingeschlagen hast?

Nach meiner Matura in Felbertal bin ich zum Grundwehrdienst eingerückt und kam zu den Gebirgsjägern nach Saalfelden. Dort hab ich mir dann aber den Fuß gebrochen, was mich zu wochenlanger Untätigkeit allein in meinem Zimmer gezwungen hat. In dieser Zeit habe ich damit begonnen, Jagdbilder und Motive aus Jagdzeitungen abzuzeichnen. Von meinen ersten Zeichnungen hab ich Fotos an meinen Papa geschickt, der gerade am Stammtisch saß und sie dort seinen Freunden zeigte. Auf diese Weise habe ich gleich ein Bild verkauft und sogar den Auftrag für ein weiteres erhalten. Ich bin eigentlich ausgebildeter Tischler, meine zeichnerischen Fähigkeiten habe ich mir als Autodidakt selbst beigebracht.

Welche Motive werden denn am häufigsten nachgefragt und wie sieht es mit den Schützenscheiben aus?

Am öftesten stelle ich Hunde dar, hauptsächlich die von Jägern, aber nicht nur. Sehr selten bekomme ich auch Katzen und Pferde als Motiv. Schützenscheiben werden immer beliebter. Die gehen aber fast ausschließlich an Jäger.

Wie schätzt du den emotionalen Wert deiner künstlerischen Arbeiten ein?

Der wichtigste Punkt besteht darin, schöne Erinnerungen festzuhalten, zum Beispiel an Erlebnisse oder einen treuen Jagdbegleiter. Für mich stellen die vielen Stunden beim Schaffen meiner Werke keine Arbeit im anstrengenden Sinne dar. Ich kann mich vielmehr bei meiner Tätigkeit entspannen.

Vielen Dank für den aufschlussreichen Einblick in dein künstlerisches Schaffen!


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