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Die richtige Vorbereitung

Viel wichtiger als eine sündteure Flinte ist das regelmäßige Training am Schießstand und damit ist nicht nur ein einmaliger Besuch kurz vor der bevorstehenden Jagd gemeint. Am sinnvollsten geschieht dies unter fachkundiger Anleitung, um die gängigen Techniken einzuüben. Nur so ist zuverlässiges Treffen und ein sicherer Umgang mit der Flinte gewährleistet.

Die richtige Flinte

Sinnvoll ist sicher, mit dieser Flinte zu jagen, mit der man auch am Schießstand trainiert hat und sich wohl fühlt. Dazu gehört eine ausgewogene Balance mit der passenden Lauflänge. Kurz gesagt: „Der Lauf zielt, der Schaft trifft.“ Optimalerweise lässt man sich eine Flinte anpassen, aber auch Standardschäfte können mit viel Freude zu guten Ergebnissen führen. Leichte Anpassungen, in der Regel in der Länge, sind auch hier möglich. Auf jeden Fall empfehle ich, mehrere Flintenmodelle am Schießstand zu testen. Die Flinten im mittleren Premiumsegment bereiten am Schießstand und auf der Jagd Freude und werden zu lebenslangen Begleitern.

Die richtige Munition

Die meisten Jäger unterschätzen die Wichtigkeit einer passenden und qualitativ hochwertigen Patrone. Es empfiehlt sich, ein Trefferbild mit einer Hasen-16-Felder-Scheibe mit der entsprechenden Flinte anzufertigen. Nur so kann man die optimale Deckung der Munition sicherstellen. Universelle Patronen für die Herbstjagd sind jene mit Schrotgröße 2,9 bis 3,3. Unterdessen schwören viele Flintenschützen auf „Long Distance“-Patronen mit unterschiedlichen Schrotgrößen, sogenannte Mixladungen von 2,9 und 3,3.

Die richtige Kleidung

Niederwildjagd ist Gesellschaftsjagd. Eine standesgemäße, der Region angepasste Kleidung ist deshalb ratsam. Bluejeans sind ein No-Go! Oft beginnen die großen Niederwildjagden sehr zeitig in der Früh und enden erst am Abend. So ist zu bedenken, dass die Kleidung für die „zapfigen“ Morgenstunden und die Mittagszeit geeignet sein sollte, da man in der Regel nicht wieder zum Auto zurückkommt. Hier empfehle ich eine leichte Isolationsschicht unter der Jagdjacke. Diese kann zusammengelegt im Rucksack getragen werden. Die in den letzten Jahren entwickelten elektrischen Wärmewesten können unter jeder Jagdkleidung getragen und nach Bedarf eingeschaltet oder über eine Handy-App gesteuert werden. Dies ist besonders praktisch. Um einen schönen Jagdtag zu verbringen, ist auch das richtige Schuhwerk wichtig. Häufig werden längere Strecken durch unwegsames Gelände zurückgelegt, wasserdichtes bequemes Schuhwerk in Form eines hochwertigen Gummistiefels oder Bergschuhs ist ratsam. Ein Hut mit Signalband oder eine Kappe mit Signalwirkung sind bei allen Gesellschaftsjagden vorgeschrieben.

Die richtige Ausstattung

Ein Rucksack mit Stockerl oder Sitzrucksack, ein warmer Tee, Klopapier, Messer und natürlich die Munition dürfen nicht vergessen werden.

Sicherheitsregeln

Der Jagdleiter stellt die Schützen an, hierbei achtet man darauf, dass man die Position der Nachbarschützen ausmachen kann, um sein persönliches Schussfeld festzulegen. Dieser Standort ist auf keinen Fall vor dem Abblasen zu verlassen. Die Waffe wird erst am Stand geladen, geschossen wird erst nach dem Anblasen, nach dem Abblasen wird sofort wieder entladen. Eine Gefährdung von Spaziergängern, Treibern und Schützen ist zu verhindern. Insbesondere das Durchziehen durch die Schützen- oder Treiberlinie passiert im Jagdeifer immer wieder und kann mit dem Festlegen des Schussfelds verhindert werden. Für die Sicherheit ist Warnkleidung für Schützen und Treiber geboten.

Text: Reinhold Sodia

Foto: Doris Wild