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Die Wahl des Ortes ist entscheidend für die erfolgreiche Fuchsjagd – je weiter der Wald entfernt ist, desto sicherer fühlt sich der Rote. Ein idealer Luderplatz liegt abseits von Wegen, die von Menschen frequentiert werden, auf einem hellen Untergrund und in der Nähe eines Hochstandes oder einer anderen jagdlichen Einrichtung, die den Blick von einer Anhöhe aus auf den Platz erlaubt. Die Entfernung zum Luderplatz sollte dabei maximal 30 m betragen, wird mit Schrot geschossen, bzw. 50-70 m, wenn die Büchse zum Einsatz kommt. Da Füchse einen ausgeprägten Geruchssinn haben, ist die Windrichtung bei der Anlage des Platzes ebenso von Bedeutung wie das Mondlicht. Denn der Vollmond steht immer dort, wo die Sonne ein halbes Jahr zuvor gestanden hat. Das heißt, dass etwas, das zu Mittag in der Sommersonne im Schatten liegt, dies im Winter bei Vollmond ebenso tut. Um den anschnürenden Fuchs rechtzeitig sehen zu können, ist es zudem von Vorteil, wenn das Mondlicht von vorne einfällt. So ist die dunkle Silhouette des Fuchses gegen den hellen Untergrund einer Schneedecke oder einer Wiese gut zu erkennen. 

Füchse bewegen sich gerne entlang von Hecken, Gräben, Rainen und Feldgehölzen. Eine Anlage des Luderplatzes ist hier ebenso erfolgversprechend wie auf einer größeren Lichtung. Auch vor einem Wasserlauf kann die Anlage empfohlen werden, da dessen Geräusche jene des Jägers übertönen und er eine natürliche Barriere darstellt. Befindet sich der Luderplatz auf einer Wiese, ist es ratsam, diese kurz zu halten – Taunässe verprellt den Fuchs.


Zur Anlage des Luderplatzes gibt es viele verschieden gut funktionierende Methoden. Die weitläufige Auslage von Luderbrocken und deren Abdeckung mit Erde oder Mist haben sich jedoch besonders bewährt. Einerseits um andere Aasfresser und Beutegreifer fernzuhalten, andererseits um den Fuchs länger am Ort beschäftigt zu halten. Dadurch stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, dass der Fuchs einen neuen Luderplatz auch findet, kann man mit etwas Schweiß oder Fischbrühe nachhelfen.

Die zusätzliche Errichtung einer Mäuseburg garantiert das Interesse des Fuchses am Luderplatz auch dann, wenn schon alle Luderbrocken vertilgt sind. Dazu werden Strohballen aufgeschichtet, oder ein Palettenstapel wird mit Stroh ausgestopft. Darin wird ein Rohr eingebracht, das man regelmäßig mit Getreide füllt – und schon bald ziehen die ersten Bewohner ein. Wichtig ist, dass die Mäuseburg trocken bleibt, was etwa mit der Abdeckung durch eine Plane  oder den Bau

einer Überdachung erreicht werden kann. Kommt Schwarzwild im Revier vor, sollte sie zudem stabil ausgeführt werden, da Mäuse ebenso auf dem Speiseplan der Sauen stehen wie auf dem Reinekes. Und Schwarzwild geht bekanntlich bei der Nahrungssuche nicht gerade zimperlich mit seiner Umgebung um.

Bei der Beschickung der neu angelegten Luderplätze ist vor allem eines wichtig: Regelmäßigkeit. Eine ganzjährige Auslegung von kleinen Mengen Luderbrocken ist zu empfehlen. Steten Nachschub liefern Straßen- und Wegränder, denn grundsätzlich unterliegen alle Tierkörper bzw. -Teile oder Erzeugnisse von Tieren, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, der Ablieferungspflicht. Generell davon ausgenommen ist in der EU nur das Fallwild. In Österreich ist es zudem gestattet, erlegtes Wild und tierische Nebenprodukte von Lebensmittelunternehmen für die Lockfütterung zu verwenden.

Info: 

Das Einzugsgebiet eines Luderplatzes beträgt zwischen 250 bis 400 Hektar.

Achtung:

Nicht überall darf ein Luderplatz angelegt werden, besonders in Wasserschutzgebieten oder in Bereichen, die regelmäßig von Menschen aufgesucht werden, kann dies von der Bezirksverwaltungsbehörde untersagt werden. Auch ein generelles Verbot der Anlage von Luderplätzen kann von dieser zur Abwehr oder Bekämpfung von Tierseuchen, zur Abwendung von öffentlichem Ärgernis oder zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung ausgesprochen werden. 

Tipp: 

Im Hochsommer empfiehlt sich die Verwendung von Trockenfutter für Hunde oder Katzen als Luder. Es verdirbt kaum, wird gut angenommen und lockt zudem Mäuse an. 

Text: Eva Weiler
Fotos: Adobe Stock