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Ein Messer für die Jagd!

Mein Name ist Werner Pusterhofer., Iich bin Messermacher in Nußdorf am Attersee und fertige Jagd- und /Outdoormesser, Kochmesser sowie Spezialmesser bis hin zu historischen Waffen, aus hochwertigen Materialien an. Das Messerstudio „Kreativ und Edel“ betreibe ich nun schon seit elf Jahren, eben so lange bin ich Partner der Sodia Akademie und veranstalte Messermacher- undworkshops, Schärf-Workshops und sowie Kurse zum Thema Lederbearbeitung. Bei der Wahl des In diesem Beitrag geht es um das optimalen Jagdmessers . Da tauchen schnell einige Fragen auf, auf wie z.B.etwa: Welcher Stahl und welche Klingenformen eignen sich besonders gut für die Jagd? Welches Griffmaterial ist stabil und gibt mir den nötigen Gripp bei der Arbeit? Wie lange sollte die Klinge sein? – und dergleichen mehr. Auch auf die Vor- und Nachteile verschiedener Messerarten möchte ich eingehenspielen natürlich eine Rolle.. Natürlich ist d Die Wahl des richtigen Jagdmessers ist auch zudem abhängig von der Arbeitsweise und der Arbeitstechnik jedes einzelnen. DaherIm Folgenden konzentrieren wir uns auf die wesentlichen Merkmale eines Messers für die Jagd.

Die Bauart

Hier empfehle ich eine feststehende Flachangel-Klinge, die durchgehend auch den Griffteil erfasst, wo bei dem an beiden Seiten Griffschalen montiert werden. Dies bietet die maximale Stabilität und auch die optimale Balance und Ausgewogenheit des Messers. Diese Klinge geht nicht kaputt. 

Der Stahl meiner Wahl 

Träge rostender bzw. rostfreier Stahl zeichnet sich aus durch Korrosionsbeständigkeit, Schnitthaltigkeit und Härte aus, a. Aber auch durch genügend Elastizität, um besonderen Herausforderungen bei der Jagd standzuhalten. Rostende Stähle sind zwar härter und bleiben länger scharf, brauchen aber mehr Pflege wegen der Korrosion aber mehr Pflege. 

Die Klingenform und der Anschliff 

Drop-Point-Klingen eignen sich besonders gut, da die Klingenspitze leicht nach unten gezogen ist und so die Gefahr, innere Organe zu verletzen, beim Aufbrechen reduziert wird. Flach- oder Scandischliff bieten eine robuste Klingengeometrie, die auch seitlichen Belastungen standhält. Weiters ist diese Form der Klinge sehr schneidfreudig und dringt leicht in das Schneidegut ein. 

Das Griffmaterial und die Griffform  

Hirschhorn ist sehr beliebt, optisch ansprechend und bietet einen guten Gripp in der Hand. Büffelhorn eignet sich auch sehr gut, weil es sehr hart, meist schwarz und pflegeleicht ist. Knochen, wie zum Beispiel vonm Pferd, Kamel oder Strauß, sind ebenfalls sehr beständig und leicht zu reinigen. Micarta ist ebenfalls extrem robust, rutschfest und langlebig und besteht aus Schichten von Stoff oder Papier, die mit Kunstharz zusammengepresst werden. Der für mich optisch schönste und auch von der Robustheit her geeignetste Messergriff ist der aus stabilisiertem Holz. Er weist alle Merkmale auf, die man sich von einem guten Heft erwartet. Hartholz findet auch immer wieder Verwendung bei der Herstellung von Griffen, sollte aber gelegentlich  mit Leinöl eingelassen werden, um es gegen Feuchtigkeit zu schützen. 

Fingerschutz 

Sich selbst mit dem eigenen Messer zu verletzen, sollte absolut ausgeschlossen sein. Ein Fingerschutz verhindert das Nach-vorne-Rutschen zur Klinge, auch wenn man mal Druck ausüben muss. Daher sollte ein gutes Jagdmesser unbedingt einen solchen Schutz aufweisen.


Öse für Fangriemen

Ein Fangriemen ist nicht unbedingt notwendig, er hat aber zweierlei praktische Funktionen: Zum einen ermöglicht er mir das Arbeiten mit beiden Händen, ohne das Messer weglegen zu müssen, und zum anderen verhindert auch er wie der Fingerschutz das Vorrutschen zur Klinge, wenn er von der Länge her richtig eingestellt ist.

Messerscheide

Eine sichere Aufbewahrung sollte hier im Vordergrund stehen, um einen Verlust des Jagdmessers zu verhindern. Kydex-Messerscheiden sind extrem robust und gegen Feuchtigkeit unempfindlich, weil sie aus Kunststoff sind. Auch Leder ist ein beliebtes Material zur Herstellung von Messerscheiden, da es die Klinge ebenso gut schützt und ein sicheres Mitführen gewährleistet. 


Pflege und Reinigung  

Ein Messer mit korrosionsbeständiger Klinge und einem robusten Griff, wie oben beschrieben, erfordert kaum Pflege und keinen großen Aufwand bei der Reinigung. Lauwarmes Wasser, ein wenig fettlösendes Mittel und Abtrocknen (vor allem wenn man eine Lederscheide verwendet) reichen aus. Rostende Stähle sollten immer leicht eingeölt sein. 


Richtiges Nnachschärfen 

Beim Schleifen von Messern ist es entscheidend, den Schleifwinkel konstant zu halten und die gesamte Klinge zu schärfen. Der Schleifwinkel sollte zwischen 15 und 20 Grad betragen. Das Schleifen ist keine große Kunst, erfordert aber ein wenig Übung und Geduld. Am besten dafür eignen sich dafür Schleifsteine aus Sandstein, Keramik oder auch Schleifblöcke aus diamantbeschichtetem Material. Das Schleifen mit Maschinen sollte man den Profis überlassen, weil diese Geräte oft mehr abtragen, als eigentlich notwendig wäre, um die Klinge scharf zu machen. Dies kann auch die Klingenform verändern, was vor allem bei Kochmessern problematisch sein kann, weil so an der Schneide Verformungen entstehen können. Zusammenfassend kann man sagen: Für die Arbeit im Revier eignet sich am besten ein feststehendes Messer aus träge rostendem Stahl, mit einer Klingenlänge von 9 bis 12 cmZentimetern, einer Drop-Point-Klinge mit Fingerschutz, Fangriemen und einem hygienischen, leicht zu reinigenden und, gut in der Hand liegenden, robusten Griff. Ich stehe dir euch sehr gerne bei Fragen und Wünschen in meinem Messerstudio in Nußdorf am Attersee zu Verfügung. Mein Seminarangebot findest du ihr auch auf der Webseite der Sodia Akademie und unter www.kreatv-edel.at.