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Die Jagd in Afrika stellt eine der umstrittensten Jagdarten in unserem Kulturkreis dar. Gleichzeitig übt sie auf viele Jäger eine große Faszination aus. Wir haben uns angeschaut, was den besonderen Reiz der Jagd auf dem fremden Kontinent ausmacht. Gleichzeitig werfen wir einen kritischen Blick hinter die Kulissen: Geht es nur um das Sammeln von besonderen Trophäen oder gibt es einen erkennbaren Nutzen

Eines ist sicher, in unserer Gesellschaft ist der ethische Blick auf die Jagd ein anderer als zu Zeiten Ernest Hemingways. Galt er damals noch als Held, posierend hinter dem erlegten Stück als Sieger über das mächtige Wildtier, können wir mit Darstellungen dieser Art heute nicht mehr mit gesellschaftlichem Zuspruch rechnen. In seiner autobiografischen Erzählung „Die grünen Hügel Afrikas“ berichtet Hemingway begeistert über die Pirsch in der wilden Schönheit Afrikas und die „Freude am Töten“. Natürlich ist auch die ethische Entwicklung der Jagd in Afrika fortgeschritten und darf nicht mehr mit den Maßstäben und Sichtweisen von 1933 gesehen werden.

So geht es in der modernen Afrika-Jagd nicht mehr um das Sammeln möglichst kapitaler Trophäen, sondern um viel mehr. Rainer Schwarz, Geschäftsführer von Blaser Safari sagt dazu: „Allein der Gedanke, einmal wieder weitgehend unberührte, ursprüngliche Natur ganz intensiv erleben zu dürfen, ist faszinierend. Andere Wildarten zu beobachten, Gespür für ihr individuelles Verhalten zu bekommen. Während des Tages zu pirschen, dabei vom Berufsjäger viel Interessantes lernen zu können. Zum Bindeglied werden zwischen Natur und Mensch, und sowohl als auch von Mensch zu Mensch. Die Jagd in einer Weise zu erfahren, wie sie in heimischen Revieren heute kaum noch möglich ist. All das schafft eindrucksvolle Momente, an die man sich gerne sein Leben lang erinnert.“

Längst ist die Jagd in Afrika für viele Regionen auch zu einem großen Wirtschaftsfaktor geworden. Nachhaltige Jagd spielt dabei eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt und den Schutz der Wildtiere. Durch die Abschussgebühren bekommen die Wildtiere einen Wert und werden so zu einem schützenswerten und kostbaren Gut für die Regierung und die Bevölkerung. In den meisten Ländern fließt der Großteil der Einnahmen aus den Abschussgebühren in Artenschutzprogramme oder wird für Maßnahmen gegen die Wilderei verwendet. So werden etwa in Südafrika jährlich mehr als hundert Millionen Euro an Einnahmen erzielt, die zum großen Teil in diese Maßnahmen fließen. Mit dem Erfolg, dass sich die Wildbestände in den letzten 50 Jahren vervierfacht haben und keine der bejagten Wildarten mehr vom Aussterben bedroht ist. Die Jagd bildet somit einen wichtigen Bestandteil der Populationskontrolle – wie auch bei uns.


Safaris in freier Wildbahn gibt es heute nur noch in Tansania, Mosambik und Sambia, andernorts sind Jagdfarmen üblich. Allerdings sind diese nicht mit einem Wildgatter, wie wir es kennen, vergleichbar. Für Europäer ist die Weite dieser Jagdfarmen unvorstellbar – es kann leicht sein, dass der Weg vom Farmtor bis zum Haupthaus eine halbe Stunde Autofahrt in Anspruch nimmt. Viele dieser Jagdfarmen sind über 50.000 Hektar groß und das Wild kann über die Zäune wechseln. Gleichzeitig spielt die Jagd auch für die Existenzgrundlage der Bevölkerung vor Ort eine große Rolle. Es werden viele Guides, Aufseher und Helfer benötigt, womit die Jagd und der damit verbundene Tourismus viele sichere Arbeitsplätze schaffen. Das Wildfleisch wird in der Regel vor Ort verwertet und stellt eine weitere Wertschöpfung der Jagd dar.

Natürlich gibt es auch Schattenseiten: Korruption, fehlende Vorschriften und mangelnde Kontrollen bringen die Jagd in Afrika immer wieder in Verruf. Wilderei und der anschließende Verkauf der Trophäen auf dem Schwarzmarkt richten große Schäden an. Immer wieder ins Visier von Tierschützern geraten die sogenannten „Konservenlöwen“ – Löwen, die eigens zum Abschuss gezüchtet werden. Dies hat wohl nichts mehr mit der Jagd zu tun, die für Jäger erstrebenswert sein sollte.

Hier sind wir am Zug. Ganz egal, ob wir in unserem heimischen Revier weidwerken oder in Afrika. Wir sollten immer die Achtung vor dem Wild und den Respekt vor der Natur zu unserem obersten Gebot machen. Wir werden uns auch bei der Jagd in Afrika an die Regeln der Nachhaltigkeit halten und unser Weidwerk verantwortungsbewusst sowie beispielhaft ausüben. Um diesen Grundsätzen gerecht zu werden, ist es ratsam, sich an einen renommierten Jagdreiseanbieter zu wenden, wenn eine Jagdreise nach Afrika geplant werden soll.

Schon als kleines Kind habe ich davon geträumt, einmal nach Afrika zu reisen. Die Tierwelt und die Geschichten des Kontinents haben mich damals wie heute fasziniert. 

 Im Jahre 2018 war es dann endlich so weit und ich habe den Kontinent das erste Mal bereist. Ich besuchte eine Jagdfarm in Namibia. Die Menschen und ihre Gastfreundschaft beeindruckten mich nachhaltig. Die Landschaft und Tierwelt mit ihren unglaublichen Farben, die Sonnenuntergänge und der Sternenhimmel mit seinen unzähligen Lichtern ließen meine Vorstellungen verblassen. 

 Für viele Europäer ist es schwer vorstellbar, warum man nach Namibia zur Jagd fährt, doch kann dort die Jagd in einer noch ursprünglichen Landschaft erlebt werden – auf langen Pirschgängen, weit ab von jeder modernen Zivilisation. Etwas, was hier in Europa nur schwer vorstellbar ist. Die Jagd findet dort weidgerecht statt und das komplette Wild wird auf der Farm verarbeitet oder unter den Einheimischen verteilt. Anders als bei uns verwerten die Einheimischen das erlegte Wild komplett, was mich positiv überraschte. Für mich gab es während der gesamten Reisen ebenfalls nur Wildbret zu essen, welches sehr gut schmeckte.

Auf den Farmen arbeiten nur Einheimische, aus den verschiedenen Stämmen Namibias. Diese Arbeitsplätze bedeuten in einem Land, in dem eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, ein sicheres Einkommen. Selten kam ich mehr mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt als auf meinen Jagdreisen nach Namibia. 

Man sagt einmal Afrika, immer Afrika – dem kann ich nur zustimmen!


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