Warum Sous-vide und warum gerade für Wild?
Zeit als Zutat
Aromen bleiben dort, wo sie hingehören
Kontrolle statt Bauchgefühl
Nach dem Wasserbad ist vor der Pfanne
Nachhaltigkeit beginnt in der Küche
Wer Sous-vide gart, nutzt das ganze Tier bewusster. Plötzlich sind es nicht mehr nur Rücken und Filet, die Aufmerksamkeit bekommen. Die sogenannten „zweiten Stücke“ zeigen ihr wahres Potenzial. Das ist gelebte Nachhaltigkeit. Respekt vor dem erlegten Wild und vor der Arbeit, die dahintersteht.
Gerade als Jäger tragen wir Verantwortung. Nicht nur draußen im Revier, sondern auch am Herd. Sous-vide ist kein Widerspruch zur jagdlichen Tradition. Es ist ihre logische Fortsetzung mit modernen Mitteln.
Rezept für 4 Personen
Neben den Zutaten wird für die Zubereitung benötigt:
• ein Vakuumiergerät mit passenden Vakuumbeuteln
• ein Sous Vide Stick zur konstanten Temperaturführung
• ein Sous Vide Becken oder alternativ ein großer Kochtopf
Zutaten
Für die Rehhaxe:
• 4 gut parierte Rehhaxen
• Salz • Schwarzer Pfeffer
• 2 Zweige Thymian • 1 Zweig Rosmarin
• 2 Knoblauchzehen, angedrückt
• Butter zum Anbraten
Für das Gemüse:
• 400 g Rosenkohl
• 2 Karotten
• 1 kleines Stück Sellerie
• Butter
• Salz
Für den Wildjus:
• 400 ml Wildfond
• 200 ml trockener Rotwein
• 2 Schalotten
• 2 TL Preiselbeeren
• kalte Butter
Zubereitung
Rehhaxe vorbereiten und garen
Die Rehhaxen sorgfältig parieren, säubern und trocken tupfen. Leicht salzen und gemeinsam mit Thymian, Rosmarin und Knoblauch in Vakuumbeutel geben und mit dem Vakuumiergerät luftdicht verschweißen.
Sous Vide Becken oder alternativ einen großen Kochtopf mit Wasser füllen. Sous Vide Stick befestigen und auf 80 Grad einstellen. Sobald die gewünschte Wassertemperatur erreicht ist, die vakuumierten Rehhaxen vollständig in das Wasserbad legen. Achte darauf, dass die Beutel komplett mit Wasser bedeckt sind.
Die Rehhaxen sieben Stunden im Wasserbad garen. Der Sous Vide Stick hält die Temperatur konstant und übernimmt die gesamte Arbeit.
Gemüse vorbereiten
Etwa eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit den Rosenkohl putzen und halbieren. Karotten und Sellerie in feine Streifen schneiden. Das Gemüse in Butter bei mittlerer Hitze langsam anbraten, bis es weich, aber noch bissfest ist. Leicht salzen und warm halten.
Wildjus
Schalotten fein würfeln und in wenig Butter glasig anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen und auf etwa ein Drittel einkochen lassen. Wildfond zugeben und nochmals sanft reduzieren. Preiselbeeren einrühren. Kurz vor dem Servieren kalte Butter einarbeiten und abschmecken.
Finalisieren
Rehhaxen aus den Beuteln nehmen, trocken tupfen und in sehr heißer Butter rundum kurz anbraten. Jede Seite etwa 30 bis 45 Sekunden, damit Röstaromen entstehen. Erst jetzt pfeffern und das Fleisch kurz ruhen lassen.
Gemüse mittig auf den Teller setzen. Rehhaxe darauf platzieren oder tranchieren. Den Wildjus sparsam rundum verteilen. Als Beilage passen schlichte Kartoffeltaler oder einfach gutes Brot.
JAGERN Tipp
Der Lava Sous Vide Stick LX.20 von LANDIG (Foto oben) wurde von uns getestet und hat sich besonders bei der Zubereitung von Wild bewährt. Die präzise Temperaturführung sorgt auch bei langen Garzeiten für konstante Ergebnisse. Gerade bei Rehhaxe, Blatt oder Träger ist das entscheidend, um gleichmäßige Zartheit ohne Übergaren zu erreichen. Die einfache Handhabung und die zuverlässige Umwälzung des Wassers machen den Stick sowohl für Einsteiger als auch für ambitionierte Wildköche interessant. In Kombination mit einem normalen Kochtopf reicht er vollkommen aus, um Sous Vide auch zuhause sauber umzusetzen.